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Am 29.10.2025 fand in der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) in Frankfurt die vierte Regionalkonferenz der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Hessen (MIA Hessen) statt. Zu dieser Veranstaltung konnten wir viele Gäste begrüßen, insbesondere nahmen viele Studierende der FRA UAS an unserer Regionalkonferenz teil.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmer*innen, Referent*innen und Unterstützer*innen für ihr Kommen, ihre Beiträge und ihr Engagement gegen Antiziganismus. Die Regionalkonferenz war ein voller Erfolg – und das verdanken wir vor allem ihnen!

Zum Auftakt richteten Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und von MIA Grußworte an die Teilnehmenden.

Grußwort von Joachim Brenner, Projektleiter von MIA Hessen und Vorstandsvorsitzender Förderverein Roma e.V.
Grußwort von Prof. Dr. Gero Lipsmeier, Dekan des Fachbereichs 4 der Frankfurt University of Applied Sciences
Grußwort von Berivan Dahl, Hessische Landesbeauftragte für Antidiskriminierung
Grußwort von Martina Feldmayer, Landtagsvizepräsidentin Land Hessen
Grußwort von Tina Zapf Rodriguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration der Stadt Frankfurt
Dr. Grußwort von Guillermo Ruiz, Geschäftsführer MIA Bund
Grußwort von Rinaldo Strauß, Projektleiter MIA Hessen und stellvertretender Geschäftsführer des hessischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma
Vorstellung des Jahresberichts

Im Anschluss wurde der Jahresbericht über die antiziganistischen Vorfälle 2025 in Hessen veröffentlicht. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Katja von Auer und Leonie Zander stellten den Jahresbericht vor und stellten sich im Anschluss der Diskussion.

Im Jahr 2025 wurden 162 antiziganistische Vorfälle dokumentiert.
Darunter sind 101 (non)verbale Stereotpyisierungen und Herabwürdigungen und 50 Diskriminerungen. Ein Vorfall extremer Gewalt wurde erstmals dokumentiert.
In 38 Vorfällen sind Kinder und Jugendliche betroffen.
41 Vorfälle ereigneten sich im Lebensbereich und Kontext Bildung. Damit ist Bildung der Lebensbereich mit den meisten gemeldeten Vorfällen.
In 20 Vorfällen wurde migrationsbezogener Antiziganismus aufgenommen.
13 Vorfälle ereigneten sich am Arbeitsplatz.
Das Dunkelfeld bleibt groß: Unsere Statistik bildet ausschließlich die uns gemeldeten Vorfälle ab. Gerade in Abhängigkeitsverhältnissen – wie in der Schule, beim Jobcenter, auf dem Wohnungsmarkt oder in der Gesundheitsversorgung – gehen wir von einer erheblichen Dunkelziffer aus.

In unserem diesjährigen Bericht rücken wir eine intersektionale Perspektive ins Zentrum. Antiziganismus wirkt selten isoliert – er verschränkt sich mit weiteren gesellschaftlichen Macht- und Ungleichheitsverhältnissen. Dadurch entstehen spezifische Vulnerabilitäten, die den Zugang zu Rechten einschränken und Handlungsspielräume von Betroffenen begrenzen.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Katja von Auer und Leonie Zander stellen den Jahresbericht vor
Diskussion des Jahresberichts von MIA Hessen
Diskussion des Jahresberichts von MIA Hessen

Nach einer Mittagspause mit viel Raum zum Austausch hielt Silas Kropf, Vorstandsmitglied von MIA, einen Vortrag. Er verknüpfte die Dokumentation von MIA Hessen mit der bundesweiten Dokumentation. Zudem legte er eine interesektionale Perspektive auf die Ergebnisse von MIA Hessen dar.

Silas Kropf

Abschließend konnten die Teilnehmer*innen einen von drei Workshops wählen:

Rinaldo Strauß führt durch die Ausstellung "Der Weg der Sinti und Roma"
Joachim Brenner tauscht sich mit den Teilnehmenden zu Vernetzung aus.
Katja von Auer und Leonie Zander geben in dem Workshop "Strukturen von Antiziganismus" Einblick in die Arbeit von MIA Hessen